Gudrun Smole – Kanzleimord, Chefinspektor Cohns erster Fall

Wien am Ende des 19. Jahrhunderts. Nach einem heißen Pfingstwochenende wird der aufgeblähte Leichnam von Rechtsanwalt Dr. Rothenberg in seiner Kanzlei gleich hinter dem Reichratsgebäude gefunden. Auch seine Haushälterin liegt tot in der Küche, und es stinkt.

Chefinspektor Cohn beginnt seine Ermittlung und versucht ebenso fieberhaft wie bedächtig den Mörder zu finden. Seine Fahndung führt ihn durch die halbe Kaiserstadt bis in die neu eingemeindeten Vorstädte. Er folgt dabei seinem Instinkt und gibt dem Druck seiner Vorgesetzten nicht nach, die stets die einfachste Erklärung für die Richtige halten.

Lakonisch und in raschen Strichen zeichnet die Autorin das Bild einer sich verändernden Stadt mit ihren Verwerfungen, die die Kulisse für diesen historischen Kriminalroman bildet.

Kriminalroman / Hardcover / Leinen / 1. Auflage 2016 / VÖ: November 2016 / € 19,90
ISBN: 
978-3-200-04664-1

»Gauner, Diebe oder Huren erkannten ihn ihm stets sofort den Polizisten.«

Chefinspektor Cohn

Etwa 40 Jahre alt, eher klein, eher dick, hat ein offenes Gesicht, hellbraunes Haar, das schon schütter wird, hat ruhige, besonnene Art, ein vorsichtiger Ermittler, ist ein wenig ungeschickt, bringt die Kriminaltechniker immer wieder zur Verzweiflung, ist aber ein guter Beobachter mit ausgezeichneter Menschenkenntnis, ist verheiratet, hat eine Tochter.

Inspektor Pokorny

Noch keine 30, ist mager und recht groß, bekommt schon eine Glatze, ist sehr eifrig, hat immer gerötete Wangen, die Mühen des Amtsweges haben ihn noch nicht zermürbt, ledig.

Inspektor Sokal

Etwa 60, hat nur mehr wenige Jahre bis zur Pensionierung, ist ein routinierter Ermittler, den nichts mehr erschüttern kann, ist unglücklich verheiratet mit einer zänkischen, unzufriedenen Frau, keine Kinder, hat es nie zum Kommissar gebracht, wurde von seinen Vorg setzten immer übersehen, dichter grauer Haarschopf, schlank.

Inspektor Hirsch

Etwa 40, mittelgroß, aschblondes Haar, ist so unauffällig, dass man Schwierigkeiten hat, ihn genauer zu beschreiben, sobald er einen Raum verlassen hat, ob er nun einen Schnurrbart hat oder nicht?, das kommt ihm bei Beschattungen aber sehr zugute, fest steht, dass er kurzsichtig ist und eine Brille trägt, ist verheiratet, seine Frau sieht ebenso unauffällig aus wie er selbst, 2 Kinder, ein Junge und ein Mädchen

Untersuchungsrichter Dr. Gross

Mitte 40, nervöser Mensch, sieht sich mehr als Kriminaltechniker, denn als Untersuchungsrichter, die Kriminaltechnik ist seine große Leidenschaft, hat Halbglatze, Brille, Zucken am rechten Auge, verheiratet, kinderlos, seine Kleidung ist stets ein wenig in Unordnung, schleppt immer einen großen Koffer zu den Tatorten, mit Utensilien zur Spurensicherung.

Gerichtsmediziner Dr. von Hofmann

55 Jahre, sehr eleganter, höflicher Mediziner, ein anerkannter Fachmann, stammt aus wohlhabendem Grafen-Geschlecht, starker Raucher.

Staatsanwalt Dr. von Caspary

Um die 50, groß, leichter Bauchansatz, schwarzes Haar, ,ein stattlicher Mann‘, ist arrogant, sehr ehrgeizig.

Polizeichef Baron von Hochstedt

Anfang 60, würdevoller Mann mit Kneifer am linken Auge, dichtes braunes Haar, auf das er sehr stolz ist, ist ein wenig eitel, versteht sich prächtig mit Staatsanwalt Caspary, hält große Stücke auf Chefinspektor Cohn, ist nicht sonderlich intelligent, dafür aber vorsichtig und macht daher kaum Fehler, steht der neuartigen Kriminaltechnik ebenso wie Chefinspektor Cohn eher skeptisch gegenüber, verbringt seine Tage am liebsten im Café Central, wo er Billard spielt, pocht immer wieder auf die sog. Einhaltung der Vorschriften, will mit den Ermittlungsverfahren an sich nichts zu tun haben.